
"Kanutraum Schweden"
Klein Kanada in Nordeuropa!
Eine zweiwöchige Tour durch Dalsland und Värmland. Hier in Westschweden wartet ein Paddel-Paradies der Extraklasse, mit Wasserwegen auf rund 600 Quadratkilometern.
Zwei Wochen Trapperleben und Natur pur!
Alles, was wir brauchen, ist im Canadier verstaut. Der Weg ist das Ziel. Je nach Laune wird der Tag gestaltet. Paddeln, Schwimmen, den Tag genießen. Abend für Abend suchen wir uns einen geeigneten Lagerplatz, um die Zelte aufzubauen und die Dämmerung zu erwarten. Die schwedischen Ranger, die in dieser Region auf die Naturschutzbestimmungen achten, haben schöne Rastplätze für Kanuwanderer errichtet. Dieser Teil Schwedens ist auf Grund der hervorragenden Infrastruktur, mit Feuerstellen, Schutzhütten und Trockentoiletten, das bekannteste und beliebteste Kanurevier im Norden. Gekocht wird über dem offenen Feuer und auf den bewährten Spiritus-Kochern. Der große Hordentopf dient auch als Backstube, falls Ihr Lust auf selbstgebackenes Brot habt. An besonders schönen Plätzen kann man auch länger verweilen und einen Landgang einlegen.
Für wen geeignet
Diese Tour ist besonders für Kanuneulinge geeignet. Die TourenbegleiterInnen bringen Euch das Paddeln recht schnell bei und bei gutem Wetter machen gerade die Kenterübungen viel Spaß. Aus ökologischen Gründen, und weil wir nur in kleinen Gruppen unterwegs sein möchten, nehmen wir auf unseren Kanutouren grundsätzlich nicht mehr als 11 TeilnehmerInnen mit. Das Erlebnis in einer kleinen Gruppe ist intensiver und häufig schließt man Freundschaften fürs Leben. Man ist auf einer solchen Tour aufeinander angewiesen und jeder muss seinen Teil zum Gelingen beitragen. Für Eigenbrötler sind diese Touren nicht geeignet.
Bei größeren Teilnehmerzahlen bilden wir weitere Gruppen, manchmal auch in Kombination mit den einwöchigen Touren.
Start- und Zielpunkt ist unser Camp Krokfors an der Schleuse zwischen den Seen Västra und Östra Silen. Eine ideale Basis für diese Rundtour. Von hier aus können wir in sämtliche Himmelsrichtungen aufbrechen. Nach der ersten Woche steuern wir ggf. die Basis noch einmal an, um Lebensmittel nachzubunkern. Nach kurzer Zeit hat man sich an das Leben in der Wildnis gewöhnt und vermisst weder TV noch Einbauküche.
Wozu ein 5-Sterne-Hotel, wenn man den ganzen Himmel voller Sterne haben kann? Unterwegs treffen wir auf unterschiedlichste Landschaften. Wild und urwüchsig, romantisch und beschaulich.
Ein starkes Stück Schweden.
Sämtliche Ausrüstung, vom Kanu bis zum Klappspaten, vom Häring bis zum Hordentopf, ist im Reisepreis enthalten. Ihr benötigt demnach nur Eure persönlichen Dinge, wie Bekleidung, Schlafsack und Isomatte. Und natürlich etwas Enthusiasmus.
Auszüge aus dem Reisetagebuch von Christine Feldmann-Neubert, die im Juli 2000 als Teilnehmerin ihre Eindrücke festhielt. Wir bedanken uns für den überaus lesenswerten Bericht und die Erlaubnis, Passagen daraus zu veröffentlichen.
Samstag, 08.07.00: Der Campingplatz ist ein Traum aus leicht zum See abfallender Wiese, Birkenstämmchen, wilden Lupinen, Seeuferböschungen voll mit Blumen und Gräsern und einfach typisch schwedisch! Mittags machen wir eine erste Probefahrt mit den Kanus. Inzwischen ist aus vereinzelten blauen Himmelsflecken ein strahlender Himmel voller weißer Wattewölkchen geworden. Endloser schwedischer Sommer. Um 23.30 Uhr noch Zeitung lesen am Seeufer der bewaldeten, kleinen Insel, um 3 Uhr wird es schon wieder hell .
Sonntag, 09.07.00: Hinein in die Einfahrt des Bufjorden. Biber sehen wir keine, aber es liegt silbernes Geglitzer auf dem See und die glatt geschliffenen Felsen am Ufer sind voller Blumen. Winzige Felsen mit zwei oder drei Bäumchen ragen aus dem Wasser wie Walrücken. Strahlende Sonne, Schilf am Ufer, Gefühl von “weit weg”. Gepaddelt ca. 7 Stunden, 15 km. Abends Lagerfeuer, viel Gelächter, gute Stimmung, heißer Tee, die nassen Schuhe werden auf Stöcke gespießt und am Feuer getrocknet, viele Witze gerissen. Feuerholz hacken für morgen früh, noch mehr Steinzeitfeeling, die Axt wird geschwungen. Auf jeden Fall ist jeder so beschäftigt mit Holz holen, Tee kochen, Sachen trocknen, dass man nach diesen 1-2 Tagen schon total weit weg ist von der normalen Welt zuhause.
Dienstag, 11.07.00: Wir fahren Richtung Norden, weiter in den Västra Silen hinein. Vorbei an wunderbaren Felsen voller dicker, weißer Moospolster und schilfbestandenen Ufern kommen wir zu unserem Traumcamp auf der “perfekten Insel”. Ein Traum mit vorgelagerten flachen Felsen, abgestuft und moosbewachsen, vielen Birken, einem gut gemauerten Feuerplatz und vor allem einer Schutzunterkunft und genügend Feuerholz.
Mittwoch, 12.07.00: Wie sich das Zeitgefühl verändert - ich habe das Gefühl, schon ewig hier zu sein.
Freitag, 14.07.00: Nach Rührei mit Speck und frischen Pfifferlingen paddeln wir den Västra Silen hoch, holen uns an der Schleuse die gestern reservierten vier Lachsforellen, große, gut geräucherte Fische, und schauen zu, wie ein großes weißes Motorboot durch die Schleuse fährt. Sowas ist hier ein Ereignis, ein entspannender Urlaub mit kleinen Erlebnissen, wie Fische kaufen, Schleuse gucken, Heidelbeeren sammeln.
Das Gefühl hier ist eine ständige Mischung aus Robinson, Chingatchgook und Winnetou, Trapper im Wilden Westen Kanadas, dann wieder Steinzeitmenschen. Ich habe gelernt, die Annehmlichkeiten der Zivilisation ganz anders zu schätzen.
Hier ist nichts selbstverständlich, und dementsprechend kreisen die Gedanken um elementare Bedürfnisse: satt sein (viel Fett und Kalorien), warm sein (Feuer lebenswichtig). Die Probleme der Zivilisation, Sorgen, Grübeleien, jeglicher Gedanke an Büro, zuhause, sind völlig ausgelöscht. Es geht darum, das Feuer in Gang, das Zelt und den Schlafsack trocken zu halten. Selbst Hygiene und Aussehen werden zweitrangig. Also habe ich gelernt, Feuer anzumachen, Holz zu suchen, mit dem Taschenmesser Dosen aufzumachen, ohne Tisch- und Küchenwerkzeuge Mahlzeiten zuzubereiten, auf eine so genannte Trockentoilette zu gehen, fettiges Geschirr ohne Spülmittel abzuwaschen, -zig Kilometer bei Wellen zu paddeln ohne Pause, anzulegen, richtig im Boot zu knien, Brot über dem Feuer zu backen. Und noch ein paar Kleinigkeiten, die schwer zu formulieren sind.
Leistungen
Busanreise und Fährüberfahrten
Kanu- und Zeltausrüstung
Koch- und Essgeschirr
Vollverpflegung
Camping- und Rangergebühren
Tourenbegleitung
Zusatzkosten
Anreise Münster, bzw. Bremen oder Hamburg
Fakultative Aktivitäten
Getränke
Dinge für den persönlichen Bedarf
Teilnehmerzahl: maximal 11 Personen
Termine: 13.06.-29.06.2008
20.06.-06.07.2008
27.06.-13.07.2008
04.07.-20.07.2008
11.07.-27.07.2008
18.07.-03.08.2008
25.07.-10.08.2008
01.08.-17.08.2008
08.08.-24.08.2008
15.08.-31.08.2008
22.08.-07.09.2008
29.08.-14.09.2008
Preis: 729 €
Bitte bei der Buchung folgendes angeben:
(1) Einstiegsort am Freitag: Münster 13:00 Uhr, Bremen 15:30 Uhr oder Hamburg 17:30 Uhr.
(2) Falls ein vergünstigtes Bahnticket (RIT) erwünscht ist, bitte den Abfahrtsort angeben und mitteilen, ob eine Bahncard vorhanden ist.
Auch einwöchig buchbar. Inkl. Busanreise, Freitag-Sonntag: 559,- Euro. Mit Eigenanreise, Samstag-Samstag: 369,- Euro.
Um diesen Tour-Veranstalter zu kontaktieren benutze bitte rechts neben der Karte das Kontaktformular.
Preis/Person: 729 EUR
Teilnehmeranzahl: max. 11
Dauer: 16 Tage
Gebiet: Kanu Värmland / Dalsland
Der Guide beherrscht außerdem noch diese Sprache
deutsch
englisch
Besondere Hinweise: Die Tour ist für Kanu-Neulinge geeignet
eingetragen am 16.11.07 | 16:19 Uhr
zuletzt bearbeitet am 16.11.07 | 16:41 Uhr
ein paar Details zum Guide
Web: Um diesen Tour-Veranstalter zu kontaktieren benutze bitte rechts oben neben der Karte das Kontaktformular.
Telefon: ---
eingetragen am 17.04.07 | 00:08 Uhr
zuletzt bearbeitet am 16.11.07 | 16:07 Uhr
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